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Die Autorin und Journalistin Sibylle Krause-Burger ist am Montag, d. 7.Juni, in der Stadtbücherei zu Gast und liest ab 20 Uhr aus ihrem Buch „Herr Wolle lässt noch einmal grüßen“. Sie erzählt darin die bewegende Geschichte ihrer deutsch-jüdischen Familie. Was mit einer Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann aus der schwäbischen Provinz und der Tochter eines jüdischen Unternehmers im Berlin der zwanziger Jahre begann, entwickelte sich im Dritten Reich zu einer Tragödie, die eine Familie zerriss und Wunden hinterließ, die bis heute fortwirken. Erst 2004 erfährt Sibylle Krause-Burger durch aufbewahrte Luftpostbriefe und andere Dokumente, was mit ihrer Großmutter und anderen Familienmitgliedern damals geschah. So kann sie beschreiben, wie die Schikanen der Nazis nach und nach den Alltag der Verfolgten vergifteten, wie die begeisterten Deutschen die tödliche Gefahr nicht wahrhaben wollten, wie sich „arische“ Teile der Familie von den jüdischen abwandten, aber auch, wie ein schwäbisches Dorf für die Überlebenden zur Zuflucht wurde. „Ein bisschen ist es auch meine Geschichte. Ich habe mein ganzes Leben lang gedacht, dass ich sie irgendwann aufschreiben sollte.“ Jetzt hat sie es getan – nach einem langen Berufsleben als politische Journalistin, nachdem sie Bücher über Helmut Schmidt und Gerhard Schröder geschrieben hat und mit dem Theodor-Wolff-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Karten für diese Veranstaltung sind ab sofort in der Stadtbücherei und der Buchhandlung Lesezeichen bzw. an der Abendkasse erhältlich. |
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Versenden 19.05.2010
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